

Buchtipp: Berliner Bahnhöfe
Der Berliner Hauptbahnhof ist mittlerweile zu einer der neuen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt geworden. Wer aber erinnert sich noch an den alten Lehrter Stadtbahnhof, der bis 2005 an der Stelle des heutigen Hauptbahnhofes stand? Der Lehrter Stadtbahnhof war wiederum ein Ableger des „Lehrter Hauptbahnhofs“, von dem Züge in Richtung Westen und Nordwesten führen.
Wohl kaum eine andere Stadt in Europa weist eine so lebhafte und wechselvolle „Bahnhofsgeschichte“ auf wie Berlin. Bauten wie der Anhalter oder der Potsdamer Bahnhof prägten das bau- und verkehrspolitische Gesicht einer anderen Epoche.
Auch heute noch prägen sie das Stadtbild. So steht die Ruine des Anhalter Bahnhofs wie ein Mahnmal an die Zerstörungen des Krieges in der Stadt; der Hamburger Bahnhof erlebte eine Renaissance als Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst.
Zugleich spiegeln die Bahnhöfe deutsche Geschichte wider. So der heutige Ostbahnhof, der von 1987 bis 2000 als „Hauptbahnhof“ firmierte – ein Geschenk Erich Honeckers an sich selbst, anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlin.
Der Bahnexperte Bernd Kuhlmann hat die Geschichte der Berliner Bahnhöfe in einem neuen reich illustrierten Buch aufbereitet. Er konzentriert sich dabei nicht nur auf die „großen“ Bahnhöfe der Fernbahn, sondern richtet sein Augenmerk auch auf Güterbahnhöfe und die Bahnhöfe der Regional- und Stadtbahn. Ein spannendes Kapitel deutscher Verkehrsgeschichte!
Bernd Kuhlmann
Berliner Bahnhöfe
168 Seiten, ca. 200 Abbildungen, Format 22,3 x 26,5 cm, Hardcover
ISBN-13: 978-3-7654-7086-8