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2008 – ein teures Jahr für Autofahrer

Auf Autofahrer kommen 2008 neue Kosten zu. Grund dafür sind nicht allein die vermutlich weiter steigenden Kraftstoffpreise, so der Automobil Club Europa (ACE). Auch eine Reihe von Gebühren steigen.

TÜV
Die TÜV- und DEKRA-Prüfungen im Rahmen der technischen Überwachung von Kraftfahrzeugen werden im nächsten Jahr zwischen 6,5 und knapp zwölf Prozent teurer. Dies sieht eine neue Gebührenverordnung des Bundesverkehrsministeriums vor. Damit fallen beispielsweise für eine Haupt- und Abgas-Untersuchung rund 93 Euro an, eine Führerscheinprüfung kostet rund 90 Euro und wer nach einer Alkoholfahrt seinen Fahrlizenz zurück haben möchte, muss allein für die medizinisch-technische Untersuchung (MPU) etwa 340 Euro zahlen.

Bußgelder verdoppelt
Ernst wird es voraussichtlich spätestens im Sommer 2008 für Drängler, Raser sowie Autofahrer, die sich von Alkohol oder Drogen benebelt ans Steuer setzen. Die Strafverschärfung wird derzeit zwischen Bund und Ländern abgestimmt. Geändert werden der Bußgeldkatalog, die Straßenverkehrsordnung und das Ordnungswidrigkeitsrecht. Geht es nach dem ursprünglichen Plan von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, zahlen die Täter künftig nahezu doppelt so viel Bußgeld wie heute. Wer in der Stadt 26 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt, zahlt statt 60 Euro nun 100. Wer außerorts 51 km/h zu schnell ist, muss mit 240 Euro gleich 90 Euro mehr zahlen als bisher. Außerdem wird bei Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften ab 31 km/h ein Fahrverbot verhängt; außerorts liegt die Grenze dafür bei 41 km/h.

Wer mit mehr als 0,5 Promille am Steuer erwischt wird zahlt 500 Euro – beim ersten Mal. Wiederholungstäter müssen bis zu 1.500 Euro berappen. "Wir wollen viel härter gegen verantwortungslose Fahrer vorgehen, die für alle Verkehrsteilnehmer eine Gefahr bedeuten", so die Begründung des Bundesverkehrsministeriums.

Doppeltes Recht beim "Falschparken"
Härte dürfen Städte und Gemeinden künftig zeigen, wenn ein Autofahrer behindernd parkt. Hohe Strafen solle es für zugeparkte Feuerwehrausfahrten, U-Bahn-Schächte oder die Störung von Einsatzfahrzeugen geben. Schon mit der aktuellen Änderung des Bußgeldkataloges Anfang 2008 erhöhen sich die Bußgelder für einzelne Parkverstöße um 50 bis 100 Prozent.

Erste Umweltzonen
Ende der freien Fahrt für alle ohne grüne Plakette. Ab Januar werden die ersten Großstätte Umweltzonen einrichten, die nur noch mit einer Umwelt-Plakette befahren werden dürfen. Das ist sind die praktischen Auswirkungen der bereits im März in Kraft getretenen Feinstaubverordnung. Durch die Schaffung von "Umweltzonen" soll der gesundheitsschädliche Feinstaub aus den Autoabgasen eingedämmt werden. Vorreiter sind Berlin, Hannover, Düsseldorf und Köln.

Kfz-Steuer vor Systemwechsel
Als Beitrag zum Klimaschutz soll die Höhe der Kfz-Steuer künftig nicht mehr vom Umfang des Hubraums, sondern von der Menge des C02-Ausstoßes abhängig gemacht werden. Doch erst im Mai 2008 will die Bundesregierung über Einzelheiten der Reform entscheiden. Frühestens zum Jahreswechsel 2009 ist dann mit einer Inkraftsetzung der novellierten Kfz-Steuer zu rechnen. Der ACE erinnerte an frühere Ankündigungen der Großen Koalition, wonach die Umstellung bereits von 2008 an wirksam werden sollte.

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